Inklusion und Teilhabe erleben und praktisch fördern

Liebe Blog-Lesende

 

«Sind die Räumlichkeiten für Menschen mit Geh- oder Sehbehinderung problemlos zugänglich?»

 

«Brauchen wir neben Deutsch und Französisch auch Übersetzungen oder Beschilderungen in anderen Sprachen, z. B. Dari, Tigrinya, Arabisch oder Spanisch? Und müssten gewisse Beiträge nicht gar in Gebärdensprache übersetzt werden?»

 

«Wie müssen Workshops gestaltet sein, damit ein Kind, eine erfahrene Standortleiterin, ein jugendlicher Flüchtling oder ein randständiger Pensionär teilnehmen und gemeinsam etwas erarbeiten können?»

 

Solche, teilweise ungewöhnliche Fragen stellt sich wohl nicht jedes Team bei der Vorbereitung einer Veranstaltung.

Am 28. März laden wir Standortleitende zu «Inklusion erleben 2018» ins Korps Bern ein. Die Leiterinnen und Leiter kommen aber nicht alleine, sondern begleitet von einer Klientin oder einem Klienten. Schon dies ist ein ambitioniertes Ziel, das aus der Komfortzone lockt. Die unterschiedlichsten Teilnehmenden sollen zudem Chancen, Herausforderungen und mögliche Grenzen von Inklusion und Teilhabe erleben. Schliesslich wollen wir an diesem Anlass beispielhaft aufzeigen, wo und wie Inklusion innerhalb des Sozialwerks der Heilsarmee bereits praktisch umgesetzt wird.

 

Im Blog-Post vom 15. Dezember 2017 schrieb ich, dass dieser Anlass „aufgrund der unterschiedlichsten Voraussetzungen und Bedürfnissen der Teilnehmenden ausserordentlich viel Denkarbeit und einer voraus-schauenden Planung" bedarf. Dies bestätigt sich definitiv! Als Vorberei-tungsteam war uns klar, dass uns dieser Anlass mehr Denk- und Planungsarbeit abverlangt, als dies üblicherweise der Fall ist. Einmal angefangen, sprudelten die Ideen für Programmpunkte, die möglichst breit zugänglich sein sollen, aus allen erdenklichen Richtungen hervor. Ähnlich endlos waren und sind die Fragen, die mit jeder Idee auftauchten – manchmal ganz unerwartet. Einige solcher Fragen lasen Sie zu Beginn dieses Blog-Posts.

 

Mich begeistert, dass die vielen ungewohnten Herausforderungen die Motivation des Vorbereitungsteams für diesen Anlass keineswegs schmälern. Ganz im Gegenteil! Zwar führen sie zu einem Mehraufwand, spornen aber auch sehr dazu an, den Event zu einem nachhaltig wertvollen Erlebnis für alle Teilnehmenden werden zu lassen. Dazu trägt sicherlich auch die Anwesenheit von General André Cox, Leiter der Internationalen Heilsarmee, Kommissärin Silvia Cox, Weltpräsidentin Gesellschaft & Familie, und weiteren Gästen bei.

 

Gemäss dem Jahresziel 2018 des Sozialwerks, «Das Sozialwerk fördert und setzt Inklusion und Teilhabe um», stehen den Standorten ab sofort diverse Angebote zur Verfügung. Diese reichen von punktuellen Dienstleistungen bis hin zu massgeschneiderten Schulungen und Begleitungen, damit das Potenzial des jeweiligen Standorts zu Inklusion und Teilhabe besser ausgeschöpft werden kann. Gerne berate ich Sie dabei, ein für Sie geeignetes Angebot auszuwählen bzw. ein auf Ihren Standort angepasstes, individuelles Angebotspaket zusammenzustellen. Alle Dienstleistungen sind im Moment kostenlos. Die konkreten Angebote sind beigelegt.

 

In der Vision des Sozialwerks heisst es: «Wir geben Menschen Gründe, an die Zukunft zu glauben.» Darum geht es bei Inklusion und Teilhabe: um Menschen, die aufgrund schwieriger Lebensumstände benachteiligt und ausgegrenzt werden und in der Gesellschaft (wieder) ihren Platz finden sollen. Weil uns diese Menschen nicht gleichgültig sind, geben wir alle täglich unser Bestes. Sie erinnern sich: Inklusion fordert, dass sich die Gesellschaft als Ganzes so zugänglich macht, damit allen eine gleichberechtigte Teilhabe möglich ist.

 

Ich bin guter Hoffnung, dass sowohl «Inklusion erleben 2018» als auch die neuen Dienstleistungen die gemeinsamen Bemühungen von Einzel-personen und Gruppen herausfordern, inspirieren und verbessern.

 

Dr. Oliver Merz

Projektleiter Inklusion und Teilhabe

Inklusion und Teilhabe - Angebote des Sozialwerks
Inklusion und Teilhabe - Angebote des So
Adobe Acrobat Dokument 208.2 KB

Kommentar schreiben

Kommentare: 0

Unsere Adresse

Heilsarmee Hauptquartier

Abteilung Sozialwerk

Effingerstrasse 53

3008 Bern

Tel. 031 388 05 72

sozialwerk(at)heilsarmee.ch

www.heilsarmee-sozialwerk.ch

Kontakt

Aktuell

Dazugehören – die Heilsarmee fördert Inklusion und Teilhabe. 

Ergebnisse einer Studie im Auftrag der Heilsarmee zeigen: Die Betriebskultur ist entscheidend, wenn Inklusion, also Teilhabe, gelingen soll. 

Interessierte finden hier weitere

Informationen:

Summary / Zusammenfassung des Schlussberichts 

Der Lern●Punkt ist ab 01.01.2015 ein eigenständiger Bereich innerhalb des Heilsarmee Sozialwerks.

Alle nötigen Informationen zu den Kursen und Online-Anmeldeformularen finden Sie unter lernpunkt.heilsarmee.ch

Die Heilsarmee Schweiz hat eine Fachstelle für soziale Gerechtigkeit. Die Themen, mit denen sich die Fachstelle zurzeit beschäftigt, sind soziale GerechtigkeitMenschenhandel, Migration und Community.

Unsere Partner

DE | FR