Ich begegne mit Wertschätzung

 

Liebe Blog-Lesende

 

Wie oft wird unser Verhalten vom ersten Eindruck geprägt. Die Psychologie spricht dann vom Halo-Effekt. Auftritt, Kleidung oder Ausdrucksweise des Gegenübers bestimmen, wie sympathisch mir diese Person ist. 

Wertschätzung hingegen basiert auf einer ganz anderen Grundlage. Für mich ist sie eine Haltung, die sich am Menschenbild Jesu orientiert. Seine bedingungslose Annahme jedes Einzelnen kam zum Tragen, ohne dass der oder die Betreffende etwas leisten oder gelten musste.

 

Ehrlich gesagt gelingt mir diese Haltung nicht immer. Doch ich möchte in meinem Bewusstsein mehr und mehr verankern, dass mein Gegenüber ein Ebenbild Gottes ist, und mit diesem Respekt begegne ich dieser Person.

 

Beste Grüsse

 

Christian Rohrbach

Geschäftsleiter Soziale Institutionen Mitte

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Kommentare: 1
  • #1

    Ali Obuz, Nuk Schwarzenburg (Montag, 20 März 2017 18:48)

    Wertschätzung spielt zweierlei Rolle in der heutigen Gesellschaft; einerseits gibt einen Signal „anerkenne mich in der du mir zeigst, dass du mich schätzt, andererseits ich anerkenne dich, wenn du auch mich anerkennst“. Hier stellt man Bedingungen; wenn/und/oder. Dies wiederum spiegelt durch Verhalten zum Mitmenschen. Solange gegenseitige Anerkennungen funktionieren, bleibt die menschliche Beziehung in Takt, was aber sinnlich christlicher Wertschätzung nicht übereinstimmt. Diese Wertschätzung begegnet man bei einigen Weltreligionen und einige Weltanschauengen zB, bei Derwischen in der Türkei und Iran. „Kommt egal wer und was du bist du bist willkommen“. Aber danach werden die Menschen gefordert, so leben, wie sie leben. Falls es nicht der Fall ist wird Wertschätzung verloren.

    Wertschätzung, welche aber christlicher Hinsicht unseren innenwert bestimmen soll bedingungslose Akzeptanz und Wiederspiegelung dies an Mitmenschen. Jesus ist übersinnlich, daher stellt er keine Bedingungen, keine wenn/aber etc. Trifft er mit Menschen, trifft er quasi sich selber, schätz er die Menschen ohne eine Gegenleistung, welche unser Verhalten gegenüber anderen geprägt werden soll.
    In meinem Leben bevor ich Jesu getroffen habe, habe ich gelegentlich Gegenleistung in Acht genommen. Meine Wertschätzung begab sich nach Verhalten des Einzelnen. Nach meinem Treff mit Jesus, änderte sich mein Verhalten gewaltig, was aber immer noch nicht so weit ist, dass mir noch nicht wohlwollend ist. Das Bedeutet; dass ich in meinen Bewusstsein noch so weit von Jesus entfernt bin. Ich bin nicht vollkommen, darf ich Fehler machen. Erst bin ich soweit, wenn ich von meiner Fehler lerne und meine Schwäche anerkenne. Wenn ich in einer Lücke falle, wende ich mich bedingungslos an Jesus an. Ich anerkenne Mitmenschen weil sie seine Herde sind, egal wie sie sich verhalten. Ich begegne Menschen, begegne Jesus, wenn ich diesen Leitsatz so weit bringe, dann bin ich in gutem Weg.
    Freundliche Grüsse

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