Werte / Wertvorstellungen

Liebe Blog-Lesende

 

Wie schon erwähnt beschäftigen uns dieses Jahr unsere Werte. Wenn wir davon ausgehen, dass in einer Organisation rund 10 - 20 % der Werte sicht- und erlebbar sind und entsprechend 80 - 90 % versteckt oder unterbewusst gelegt werden (vgl. Eisbergmodell nach E. H. Schein), erscheint es mir sehr wichtig, den grossen Teil des Eisbergs genauer unter die Lupe zu nehmen.

Dabei stelle ich fest, dass gewisse Wertvorstellungen oder Erwartungen (zum Teil auch Befürchtungen) kontrovers diskutiert werden. Insbesondere die christlichen Werte stehen hier oft im Mittelpunkt. Was ist christliche Sozialarbeit? Haben wir einen Missionsauftrag? Wie gehen wir mit dem Spannungsfeld Glaube vs. staatlicher Auftrag um? Diese Fragen sind nicht einfach zu beantworten. Auch verändern sich die Rahmenbedingungen laufend, weshalb sich zwar die Werte nicht verändern, aber der Umgang damit.

 

Als Mitarbeiter der Heilarmee bin ich nicht frei, meine eigenen Wertvorstellungen auszuleben. Ich bin den Werten der Heilsarmee verpflichtet. Umso wichtiger ist es, dass ich diese kenne und mich mit ihnen auseinandersetze. Ich stelle aber fest, dass es innerhalb der Heilsarmee nicht nur ein Wertesystem gibt. Das macht die Aufgabe nicht einfacher, aber umso wichtiger.

 

Ich möchte mich diesen Diskussionen stellen. Vielleicht gelingt es uns gemeinsam, Erwartungen zu klären und mögliche Enttäuschungen zu verhindern. Denn eines ist für mich klar: Die Heilsarmee als Kirche und Sozialwerk muss sich immer wieder den Wertediskussionen stellen, um Antworten auf gesellschaftliche Nöte geben zu können.

 

Der Blog liefert eine gute Gelegenheit, eine Wertediskussion zu starten. Ich lade Sie ein, diese Möglichkeit zu nutzen und freue mich, Ihre Kommentare darüber zu lesen.


Ich wünsche Ihnen Gottes reichen Segen!

 

Daniel Röthlisberger

Direktor Heilsarmee Sozialwerk

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Kommentare: 2
  • #1

    Martin Trachsel (Freitag, 22 Mai 2015 15:34)

    Ich möchte an dieser Stelle auf die Website www.lebenswerte.ch aufmerksam machen. In meinem beruflichen- und politischen Engagement habe ich mich immer wieder mit der Werteauslegung von Lebenswerte.ch auseinander gesetzt. Werte verlangen immer wieder persönliche- und gesellschaftliche Auseinandersetzungen. Es gibt Grundhaltungen die sind z.B. für den Arbeitgeber unverrückbar und da bin ich gefordert mich mindestens im Umfeld der Tätigkeit einzuordnen. Andere mehr persönliche Bereich fordern mich in der Regel noch mehr. So ist es im Moment die Abstimmung zur PID.

  • #2

    Andreas Flury (Dienstag, 26 Mai 2015 10:28)

    Ich hoffe auch, dass Erwartungen geklärt werden. Enttäuschungen können dabei nicht verhindert werden, im Gegenteil, sie sind fast ein wenig vorprogrammiert: Erwartungen klären, Täuschung verhindern, oder Ent - Täuschung suchen, in dem Sinn auch nichts negatives.

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