Mitarbeitergespräch - eine Möglichkeit, Wertschätzung auszudrücken

Liebe Blog-Lesende

 

Ich weiss nicht, wie es Ihnen geht, wenn die Zeit der Mitarbeitergespräche bevorsteht. Vielleicht denken Sie: „Ist tatsächlich schon wieder ein Jahr vorbei?" oder „Welche Ziele habe ich schon wieder mit Frau X vereinbart?"

Möglicherweise verspüren Sie auch eine gewisse Anspannung, weil Sie ein schwieriges Feedback geben müssen.

 

Ich selbst kenne aus der persönlichen Vorbereitung von Mitarbeitergesprächen jede dieser Reaktionen. Dennoch erachte ich das Instrument als sehr hilfreich. Es gibt mir die Gelegenheit, mir bewusst Zeit zu nehmen, um über meine Mitarbeitenden und mein eigenes Führungsverhalten nachzudenken. Dies soll selbstverständlich auch unter dem Jahr geschehen, aber in der Zeit des Mitarbeitergesprächs ist eine vertiefte Reflexion angezeigt.

 

Auch Wertschätzung will ich nicht nur im Mitarbeitergespräch ausdrücken, sondern immer dann, wenn es angebracht ist – und es gibt wahrlich genug Gelegenheiten. Dennoch gehört für mich die Wertschätzung unbedingt in ein Mitarbeitergespräch. Wenn ich daran denke, was unsere Mitarbeitenden das ganze Jahr leisten, erfüllt mich dies mit Dankbarkeit.

 

Ich wünsche Ihnen die Weisheit, unangenehme Dinge anzusprechen, Ziele einzufordern und Entwicklungen zu planen, aber auch immer das Wertvolle in den uns anvertrauten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu sehen.

 

Gottes reichen Segen!

 

Daniel Röthlisberger

Direktor Heilsarmee Sozialwerk

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 2
  • #1

    Rolf Girschweiler (Montag, 18 August 2014 19:00)

    Lieber Daniel
    Ich habe jeden deiner Blog - Einträge mit Interesse gelesen. Nun melde ich mich das erste Mal selber zu Wort.
    Die Saison hat begonnen, mein erstes MAG ist hinter mir und ich freue mich auf die Nächsten! In der Vorbereitung frage ich mich jedes Mal, welche verborgenen Ressourcen und Fähigkeiten wohl noch in meinem Gegenüber schlummern könnten. Wohlverstanden; nicht, weil die Leistung im vergangenen Jahr ungenügend gewesen wäre. Wir kultivieren in unseren Betrieben eine Kultur der Ermutigung und der Wertschätzung. Doch ich glaube an die Möglichkeiten, an noch neue Gaben meiner Mitarbeitenden. Hier will ich helfen, sie zu entdecken, sie einzusetzen und will erleben, wie Menschen wachsen und ihre Arbeit mit Leidenschaft ausführen.

    Rolf Girschweiler,
    Institutionsleiter Wohn- und Durchgangsheim Winterthur

  • #2

    Roger Berger (Mittwoch, 27 August 2014 23:12)

    Hallo miteinander
    Wertschätzend durchs Leben gehen bedeutet, dass ich ein ehrliches Interesse an der Sicht des anderen habe. Zum Beispiel interessiert es mich als Führungskraft, wie meine Mitarbeitenden sich geführt fühlen. Wo leben wir die Führungsgrundsätze bereits zu einem grossen Teil? Wo besteht vermehrter Entwicklungsbedarf? Ich habe in Anlehnung an ein bestehendes Tool von der Beratungsfirma Trigon einen einfachen Fragebogen erstellt, mittels dem die Mitarbeitenden beurteilen können, wie sie die sieben Führungsgrundsätze in der Praxis erleben und wo ihrer Meinung nach allenfalls Handlungsbedarf besteht. Wer möchte, kann diesen Fragebogen gerne bei mir anfordern. Natürlich kann man als Führungsteam diesen Fragebogen auch zur Selbsteinschätzung nutzen. Das haben wir erst kürzlich gemacht. Es lohnt sich!

    Roger Berger
    Leiter Wohnheime Zürich

Unsere Adresse

Heilsarmee Hauptquartier

Abteilung Sozialwerk

Effingerstrasse 53

3008 Bern

Tel. 031 388 05 72

sozialwerk(at)heilsarmee.ch

www.heilsarmee-sozialwerk.ch

Kontakt

Aktuell

Der Lern●Punkt ist ab 01.01.2015 ein eigenständiger Bereich innerhalb des Heilsarmee Sozialwerks.

Alle nötigen Informationen zu den Kursen und Online-Anmeldeformularen finden Sie unter lernpunkt.heilsarmee.ch

Die Heilsarmee Schweiz hat eine Fachstelle für soziale Gerechtigkeit. Die Themen, mit denen sich die Fachstelle zurzeit beschäftigt, sind soziale GerechtigkeitMenschenhandel, Migration und Community.

Unsere Partner

DE | FR