„Vision, Strategie – was soll das?“

"Der Langsamste, der sein Ziel nur nicht aus den Augen verliert, geht immer noch geschwinder als der, der ohne Ziel herumirrt."

Gotthold Ephraim Lessing

Liebe Blog-Lesende

 

Würden Sie in meinem näheren beruflichen Umfeld nachfragen, über was ich besonders viel und gerne spreche, wäre eine mögliche Antwort „Vision und Strategie". Aber warum ist mir dies so wichtig?

 

Das einleitende Zitat von Lessing bringt es auf den Punkt. Als grosse Organisation können wir es uns schlichtweg nicht leisten, ohne Vision und der entsprechenden Strategie unterwegs zu sein. Unsere Mittel sind knapp und die Mission gross. Aufgrund dessen sollten wir möglichst effizient und zielgerichtet vorwärts gehen. Als Mitarbeitende müssen wir wissen, wohin wir gehen wollen. Die Vision soll entsprechend eine Anziehungskraft entwickeln, während die Strategie auf dem Weg dorthin die nötige Sicherheit schafft. Ohne diese Rahmenbedingungen stehen wir in Gefahr, jedes schöne Blümchen am Strassenrand pflücken zu wollen, oder uns vom aufkommenden Seitenwind aus der Spur drängen zu lassen.

 

Das konsequente Verfolgen unserer langfristigen Ziele benötigt Disziplin und Durchhaltewillen. Vielfach wünschte ich mir ein schnelleres Vorgehen, doch der schnelle Erfolg lässt sich nicht immer verwirklichen. Deshalb bin ich überzeugt, dass ein strategisches Arbeiten langfristig einen Mehrwert bietet.

 

Als Beilage erhalten Sie die Strategie der Heilsarmee 2014-2018. Gerne würde ich auch Ihre Meinungen zum Thema „Vision und Strategie" lesen. Ich bin gespannt auf Ihre Kommentare.

 

Gottes reichen Segen!

 

Daniel Röthlisberger

Direktor Heilsarmee Sozialwerk

 

Strategie 2014 - 2018
AngenommeneStrategie 2014-2018_11.04.201
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Kommentare: 1
  • #1

    Pascal Jermann (Samstag, 05 Juli 2014 17:48)

    Hallo Daniel

    Nun komme ich dazu, mit dir in den Dialog betr. Strategie zu treten. Als "Vertreter" einer Institution, beziehen sich meine nachfolgenden Gedanken vorwiegend auf das SW.

    Ausgangslage einer "erfolgreichen" Unternehmensstrategie ist m.E. eine vollständig durchgeführte Marktanalyse. Das Marktwachstum und das Marktpotenzial zu ermitteln ist jedoch ziemlich aufwändig (welche Märkte, regional/national? Teilsegmente?) und es ist mir nicht bekannt, ob das SW eine solche - zumindest in Teilsegmenten (oder SGE) wie Kinder/Jugendliche, Altersbereich, Flüchtlinge etc. erarbeitete? Erkenntnisse daraus generieren Angebote, welche nicht nur einen besonderen "Kundennutzen" (USP) bieten sondern wenn immer möglich mit der HA in Verbindung gebracht werden können. Der besondere Kundennutzen kann dabei in unterschiedlichster Form auftauchen, sei es durch die Strategie der Kostenführerschaft (HA bietet alles billiger, schneller, besser als andere Anbieter) oder aber durch die Differenzierung. Wenn wir keinen besonderen Kundennutzen (Wettbewerbsvorteil) bieten, dürfte es eher schwierig sein, langfristig erfolgreich zu bleiben (und wir werden aus der Spur gedrängt).
    Beispielsweise stellt sich in meinem Umfeld die Frage, was geschieht mit unbegleiteten minderjährigen Asylsuchenden (UMA) oder jungen Erwachsenen, welche von der Sozialhilfe nirgends platziert werden können? Welchen besonderen Nutzen könnten wir den Kunden (Kanton, Gemeinden) bieten?
    In den strategischen Zielen wird ja einiges in dieser Richtung grob beschrieben und ich denke es ist wichtig als nächster Schritt, auch für die sozialen Institutionen mit dem Marketing, Konkretes anzugehen...

    Gruss
    Pascal

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